Das Haus
Jedes Bauwerk ist an seinem Ort einmalig. Im Jahre 1976 plante
der Architekt Leopold Kaufmann für die Brüder Elmar
und Konrad Dorner das neue Betriebsgebäude in der Kohlgrub.
Unter der Geschäftsführung von Andreas Dorner wird
25 Jahre später nach den Plänen
von Hermann Kaufmann aufgestockt und auf die sich wandelnden
Bedürfnisse reagiert. Aus diesen Herkünften ergeben
sich die Eigenschaften des neuen Bauwerks.
Die nach außen schlichte und einfache Langform liegt
zwischen Ach und Grünland und bildet mit dem aus Ahornbäumen
unterteilten Parkplatz den Straßenabschluss. Das neue,
leicht vorkragende Obergeschoss kontrastiert mit seinem horizontal
gerichteten Holzkleid mit den dem Bestand vorgehängten
Eternitverbundplatten. Den Übergang von Außen nach
Innen markiert entlang der Hauskante die "grüne Wand",
eine Buchshecke mit Schattenbeet.
Die Raumdisposition
im Inneren folgt primär optimalen Funktionsabläufen.
Der erhöhte Platzbedarf ist auf Grund der positiven
Unternehmensentwicklung entstanden. Daraus resultiert als
Kern ein Großraum mit integrierten Projektarbeitsplätzen,
erweitert um lichte Büro- und Schulungsräume. Die
vom Auftraggeber gewünschte Arbeitsatmosphäre sollte
eine offene Kommunikation anregen. Im Arbeitsalltag hat sich
das die vertikale Hauptachse bildende Stiegenhaus auch tatsächlich
zum "open space" entwickelt. Die Architektur spiegelt somit
eine demokratische und nicht hierarchische Unternehmensstruktur.
Die Bedeutung des Bauwerks liegt in der breiten Ausdehnung
auf das physische, kulturelle und unternehmensphilosophische
Umfeld. Die Realisierung einer innovativen Architektur in
traditioneller Umgebung passt gut in das Unternehmer-Bild.
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