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200 Millionen Tonnen Beton

(Vorarlberger Nachrichten 05/2006)

Chancen erkennen und darauf bauen – das ist das Geheimnis des Erfolges.

Dorner

 Egg (VN) Was hat ein Radio-Fernsehgeschäft mit dem Gotthard-Basistunnel zu tun? Auf den ersten Blick rein gar nichts. Weiß man allerdings, dass der Inhaber des kleinen Ladens im heutigen "Roten Haus" in Egg der Großvater von DI Andreas Dorner ist, löst das den so genannten Aha-Effekt aus. Die Firma Dorner Electronic stellt ja bekanntlich Produktionssteuerungen für die Betonverarbeitung her. 200 Millionen Tonnen Beton pro Jahr werden mit Hilfe dieser Steuerungen produziert. Und auch wer den längsten Eisenbahntunnel der Welt baut, braucht Beton, viel Beton. Darum sind dort auch acht Produktionssteuerungen von Dorner im Einsatz.
Zwar betrieb der Großvater, Rudolph Dorner, wie schon erwähnt ein Radio- und Fernsehgeschäft, gegründet wurde die Firma Dorner Electronic jedoch im Jahr 1964 von Ing. Elmar und Konrad Dorner.
 "Erzeugt wurden keine Standardprodukte", erklärt GF Andreas Dorner, "die Anfangszeit war von Sonderaufträgen geprägt." Der erste Großauftrag kam von einem Stahlwerk in Lipezk in der ehemaligen UdSSR. Produziert wurden Leiterplatten für die Automatisierung.
Dorner Electronic beschäftigte damals sechs Arbeitnehmer.

Eigener Rechner gebaut
Der Grundstein für den heutigen Erfolg wurde im Jahr 1973 gelegt. Die amerikanische Firma Intel kam mit dem Mikroprozessor auf den Markt. Elmar und Konrad Dorner erkannten die Chance und verwendeten den Chip, um einen eigenen Rechner zu bauen, mit dem erstmalig ein Programmieren möglich war. Der Dosierrechner war geboren.
Ob für Staumauern, Straßen oder Häuser – der Beton konnte nach Bedarf gemischt werden. Dorner Electronic verschaffte das eine Alleinstellung am Markt. Das Unternehmen wuchs auf 20 Mitarbeiter an.
Doch sich auf dem Erfolg auszuruhen war nicht ihres. Die Software wurde weiterentwickelt. Bald kamen zur Dosiersteuerung weitere Produkte wie die Fakturierung, Betonlaborsoftware und eine Software zur Disposition dazu. Die Zeit der Alleinstellung wurde also genutzt, um das Angebot zu erweitern und um sich als Marktführer zu platzieren. Und das ist Dorner Electronic noch heute. Und mit 90 Mitarbeitern der größte Anbieter in Europa, der sich auf Softwarelösungen für das Baugewerbe konzentriert. Der Umsatz beträgt heute zehn Millionen Euro im Jahr.

Weichen auf Wachstum
1998 übernahm Andreas Dorner die Firma, die zweite Generation übernahm somit das Ruder.
Seine Ziele sind, die Zusammenarbeit mit den neuen EU-Ländern zu verstärken und den skandinavischen Markt weiter auszubauen. Auf den Punkt gebracht: die Weichen auf stetiges Wachstum zu stellen. Dabei sieht er sich und seine Mitarbeiter als Team. "Langjährige und gut ausgebildete Mitarbeiter untermauern den Erfolg und schaffen Stabilität", erklärt der Geschäftsführer. Andreas Dorner hat beides inklusive dem Wissen, dass die Ausgewogenheit eines Unternehmens übers Wachstum und Finanzielle hinausgehen.
  

Dorner Electronic GmbH

• Zweite Generation
   
• Mitarbeiter: 90
   
• Exportanteil: 80 bis 85 Prozent
   
• Umsatz: 10 Millionen Euro


   

Elmar und Konrad Dorner bauten bereits in den 70-iger Jahren einen eigenen Rechner.

Dorner

Mit den Dosiersteuerungen von Dorner werden jährlich 200 Tonnen Beton erzeugt.
(Fotos: Dorner Electronic)


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Die Anfangszeit war von Sonderaufträgen geprägt."
Dorner

DI Andreas Dorner,
Geschäftsführer

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 last update 18.05.2006