Internationalisierung:
Dorner Electronic will Personalstand erhöhen
wirtschaftspresseagentur.com
Im Vorjahr sank Umsatz um elf Prozent - heuer bis dato konstante Entwicklung
Egg (Wirtschaftspresseagentur.com) - Der Steuerungsbauer Dorner Electronic GmbH will in den kommenden zwei Jahren seinen Personalstand schrittweise von derzeit 100 auf ungefähr 120 Mitarbeiter erhöhen. Das Unternehmen suche Mitarbeiter für Vertrieb, Technik und Entwicklung, erklärten der geschäftsführende Gesellschafter Andreas Dorner und Prokurist Markus Strolz im Gespräch mit der Wirtschaftspresseagentur.com. Hintergrund sei die noch stärker als bisher geplante Internationalisierung von Dorner Electronic. Das Bregenzerwälder Unternehmen ist auf die Entwicklung und den Vertrieb von Hard- und Softwarelösungen für die Baustoffindustrie spezialisiert.
Aktuell kommt Dorner Electronic auf einen Exportanteil von 85 Prozent. Auch wenn dieser Anteil schon sehr hoch sei, so wolle man zukünftig auf den Auslandsmärkten noch präsenter sein als bisher. "Im Fokus liegt dabei insbesondere der asiatische Raum. Aber auch unsere Präsenz in Europa möchten wir weiter ausbauen", so Dorner. Ob diese Schritte über eigene Tochterfirmen oder lokale Partner durchgeführt werden, hänge von den länderspezifischen Gegebenheiten ab.
Im Vorjahr Umsatzminus
Im Geschäftsjahr 2009 erzielte Dorner Electronic einen Umsatz von 10,8 Millionen Euro, ein Minus von elf Prozent gegenüber 2008. Details zur Ertragssituation wurden nicht genannt, sie liege jedoch im deutlich positiven Bereich. "Wir haben angesichts der wirtschaftlichen Begleitumstände weniger verdient als 2008. Aber 2008 lag auch über dem Durchschnitt", so Dorner. 2009 sei gekennzeichnet gewesen von einem "hohen Angebotsvolumen". Schlussendlich seien aber viele Projekte verschoben und Budgets überdacht worden. Deutliche Rückgänge habe es etwa in Westeuropa und in den skandinavischen Ländern gegeben, während in der Schweiz hingegen nahezu keine Projekte zurückgestellt worden seien. In der Türkei und in Indien habe es Steigerungsraten zwischen fünf und zehn Prozent gegeben.
2010 bis dato "positive Tendenz"
In den ersten fünf Monaten 2010 habe Dorner Electronic eine "positive Tendenz" verspürt. Es gebe zwar keine Euphorie, weil eine große Unsicherheit im Markt spürbar sei. Dennoch geht Andreas Dorner davon aus, dass das Unternehmen das Umsatzniveau des Vorjahres halten werde und es zu keinem weiteren Umsatzrückgang kommen wird. "Aber die Wachstumsraten der vergangenen Jahre sind bis auf Weiteres vorbei", so Dorner und Strolz. Auch die Stimmung auf der alle drei Jahre stattfindenden Baufachmesse Bauma in München im April 2010 sei in diese Richtung gegangen. "Vorsichtiger Optimismus, etwas mehr Zuversicht", so Dorner.
Dorner Electronic wurde 1964 gegründet und wird in zweiter Generation von Alleineigentümer Andreas Dorner geführt. Seit Februar 2010 unterhält das Unternehmen einen zweiten Standort im Campus Dornbirn, wo die Entwicklungsabteilung für neue Produkte angesiedelt ist. (gübi)
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