Warum funktioniert Beton?
Beton wird durch das Mischen der Ausgangsstoffe (siehe „Was
ist Beton?“) hergestellt. Hierdurch entsteht Frischbeton
in verarbeitungsfähigem Zustand.
Innerhalb der ersten Stunden erhärtet der Beton und bildet
im Laufe der nachfolgenden Wochen ein festes Gefüge aus Zuschlagkörnern
und Zementleim bzw. Zementstein (Zementleim ist das Gemisch aus
Zement und Wasser). Die festigkeitsbildende Struktur entsteht durch
die Hydratation des Zementes, für die nur Wasser (ca. 40 Gew.-%
des Zements) aber keine Luft notwendig ist. Hierbei bilden sich
die Zementkörner in langfaserige Kristalle um, so dass ein
festes Gefüge entsteht.
Die Konsistenz (Verarbeitungsfähigkeit) von Beton wird maßgeblich
bestimmt durch den Wassergehalt sowie den Wasseranspruch von Sieblinie
und Feinststoffen. Die Pumpfähigkeit wird durch den Sieblinienaufbau
und den Mehlkorngehalt beeinflusst.
Die Druckfestigkeit ist von der Dichte des Zementsteins abhängig.
Die Dichte wird bestimmt durch den Wasserzementwert. Das nicht zur
Hydratation benötigte Wasser führt zur Porenbildung und
damit zur Reduzierung der Festigkeit.
Die Bestimmung der Druckfestigkeit von Beton wird in Deutschland
anhand von Würfeln vorgenommen. Mittels Druckpressen wird die
Bruchlast bestimmt und auf die Bruchfläche zur Druckfestigkeit
umgerechnet.
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